Eine Reise in die Vergangenheit

Erlangen
und seine Nachbarstädte aus der Sicht des ausgehenden 18. Jahrhunderts
Zugegeben,
ganz aktuell ist dieser Reiseführer nicht mehr. Wen es aber interessiert, wie
Erlangen und seine Nachbarstädte im 18. Jahrhundert auf einen ziemlichlich subjektiven
Reisenden gewirkt haben, der kann hier seine Neugier befriedigen. Leider fand
unter den besuchten Städten der Umgebung nur Erlangen Gnade beim Autor.
Zum besseren Verständnis möge der geneigte Leser sich in die damalige Zeit versetzen: Deutschland war in hunderte von mehr oder minder souveränen Einzelstaaten zersplittert, die größten deutschen Mächte waren Österreich und Preußen. Seit dem 17. Jahrhundert verändert die Aufklärung allmählich die gesellschaftlichen Werte. Später im Jahre 1789 beginnt mit dem Sturm auf die Bastille die französische Revolution. Die Ansichten des Autors erscheinen aus der heutigen Sicht zwiespältig; auf der einen Seite verspottet er die Kirche und spricht von dem Geist der Aufklärung, andererseits rühmt er die deutschen Fürsten und wünscht der freien Stadt Nürnberg einen solchen Herrn. Die Waffen des vergangenen Zeitalters wie Streitäxte und Schwerter im Nürnberger Zeughaus findet er unmenschlich, aber bei der Schilderung der "modernen" Waffen gerät er beinahe ins Schwärmen.
Bamberg war dem Autor zu "bigott". Außerdem musste er in Forchheim Wegegeld zahlen, da er es in der Nacht durchquerte.
"Erlang" gefiel ihm gut, besonders die "artigen" Studenten und der Schloßgarten.
In Fürth fühlte er sich gar nicht wohl, allerdings sah er ein Perpetuum mobile.
In Nürnberg beklagte er den Niedergang der einstmals großen Stadt.
Auch "Anspach" sagte ihm nicht zu, hier kleidete sich das Frauenzimmer abgeschmackt.
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